Seit 2012 hat der eingetragene Verein Komei Jyuku Honbu Seishukai die Leitung über alle Aktivitäten der Privatschule des 21. Hauptmeisters Sekiguchi Komei, Präsident der Schwertschule Muso Jikiden Eishin Ryu Iaijutsu, in Österreich übernommen. Wer sich für traditionelle Japanische Schwertkunst auf höchstem Niveau interessiert ist bei uns herzlich Willkommen.

Wir, Michael und Michaela Vollkron, sind seit 2001 Schüler unseres Hauptmeisters und bringen daher eine ganze Menge Erfahrung mit in den Unterricht. Die Frage "Warum ausgerechnet Schwertkunst?" wird oft gestellt und auch wenn wir es versuchen würden, so fänden wir keine einfache Antwort darauf. Wir waren beide von der japanischen Kultur begeistert und fühlten uns sehr dazu hingezogen. Der Weg zum Kampfsport ist dann nicht mehr sehr weit. Allerdings hat uns der Kampfsport alleine nicht gereicht. Wir wollten noch tiefer eintauchen und sind so auch zur japanischen Schwertkunst gekommen. Hier gibt es nur noch uns und das Schwert. Es gibt keine spektakulären Effekte oder Stunts. Die ursprüngliche Schwertkunst steht im Mittelpunkt, die traditionelle Werte und die reine japanische Kultur widerspiegelt. Wir üben alte Techniken, die mit einem langen und scharfen Schwert funktionieren. Der Bewegungsablauf - Kata - erzählt uns eine Geschichte, die seit Generationen weitergegeben wird. Es ist also keine reine sportliche Betätigung, sondern eine wahre Kunst das Schwert mit unserer Technik zuführen.

Oft wird im Kampfsport ein Gegner bekämpft und der Gewinner stellt sich auf ein Podest. Was für uns an unserer Schwertschule so spannend ist? Das wir genau das nicht tun. Wir kämpfen zwar auf sehr traditionelle Weise und benutzen dabei eine Waffe mit Präzision. Doch wir sind dabei selbst unsere Gegner. Wir kämpfen gegen unsere schlampige Haltung, die wir uns im Alltag angewöhnt haben, und versuchen eine ruhige und aufrechte Körperhaltung anzunehmen. Wir kämpfen gegen Ablenkungen, die in der Übung mit dem Schwert keinen Platz haben, bis wir vollkommen auf unsere Übung fokussiert sind und unsere Konzentration geschult ist. Wir kämpfen aber auch gegen unser eigenes Ego, das uns oft im Weg steht. Natürlich ist unsere Haltung aufrecht und stolz. Das liegt in der Natur der Übung. Doch gleichzeitig üben wir unsere Technik und sehen all unsere Fehler. Wir erkennen unsere körperlichen Grenzen und versuchen uns zu verbessern. Wir unterstützen uns gegenseitig im Training und so kann auch der Anfänger auf Augenhöhe mit den Übungsleitern stehen. Es gibt also keine Verlierer in unserer Mitte, sondern wir sind alle Gewinner. Jeder, der die Anstrengung auf sich nimmt, diese Kunst zu erlernen, ist ein Gewinner. Es eröffnet neue Blickwinkel, verbessert die körperlichen Fähigkeiten, gibt uns ein gesundes und gutes Selbstvertrauen und übt unsere geistigen Fähigkeiten.

Wir freuen uns immer über neue Schüler und arbeiten daran, dass jeder etwas Positives aus unserem Unterricht mitnimmt und eine neue Stärke an sich entdeckt!